Die Nacht war durchwachsen – wie immer in der ersten Nacht im Zelt. Ich konnte lange nicht einschlafen, erst so gegen 0:30 Uhr. Dafür dann aber ohne Unterbrechung bis 7:00 Uhr.

Nach dem Aufwachen das übliche Ritual: Kaffee und selbstgedrehte Zigarette. Die Nachbarin, die in der Nacht noch ankam hat sich dann erstmal bei mir für ihren Krach entschuldigt (was mich nicht wirklich gestört hatte) und wir haben uns noch ein wenig unterhalten.

Das Packen ging schnell voran und so konnte ich um 9:00 Uhr los, den Weg nach Mannheim antreten. Die Strecke hatte ich für heute so gewählt, dass ich nicht den direkten Weg gefahren bin, sondern erstmal an den Rhein und von dort aus immer nach Norden.

Als ich den Rhein erreicht habe wurde die Strecke auch schön. Davor war es ein „quälen“ auf Landstraßen oder auf Radwegen, direkt an der Straße. Die ersten Kilometer habe ich auf dem Rheindamm geradelt um dann auf die andere Rheinseite zu wechseln.

Bikepacking am Rhein
Radreise entlang am Rhein

Der Wechsel der Rheinseite war keine meiner schlaueren Ideen. Auf der rechten Rheinseite ist der Radweg durch viele Ortsdurchfahrten geprägt. Das merke ich mir mal besser für meine nächste Tour am Rhein entlang.

Der restliche Weg nach Mannheim verlief unspektakulär. Fahren auf Schotter entlang am Rhein – Kilometer um Kilometer.
Ein Highlight gab es dann aber, was den Bikepackingpart diesen Tages betraf doch noch: Ich habe den Rhein mit der Fähre in Altrip überquert.

Erst wollte ich das ja umgehen – typisch Schwabe die Kosten dafür sparen. Nachdem der Umweg aber 13 zusätzliche Kilometer eingebracht hätte, konnte ich mich überwinden für die Überfahrt 1,00 EUR zu berappen. Das hat sich definitiv gelohnt!

Mit der Fähre beim Bikepacking über den Rhein
Bei der Radreise mit der Fähre über den Rhein

Nach der nervenaufreibenden Überfahrt wurden noch Punkte für das Karma Konto gesammelt. Eine ältere Dame hatte nach Jahren beschlossen, ihr Fahrrad aus dem Keller zu holen und radeln zu gehen.

Tolle Idee, jedoch sollte man evtl. vorher den Reifendruck überprüfen. Jedenfalls stand sie da auf dem Radweg mit fast platten Reifen. Ein paar Minuten später waren die von mir wieder aufgepumpt und die Reise für uns beide konnte weitergehen.

Ankunft am Campingplatz in Mannheim war um 14:15 Uhr – also mitten in der Pause. Natürlich erstmal einen Kaffee gekocht und gewartet, dass pünktlich um 15 Uhr Chris und Harry zur nachmittäglichen Öffnung des Platzes erscheinen.

Den Rest des Nachmittags haben wir dann gemeinsam mit reden und Kaffee verbracht. Toll was die beiden in einem halben Jahr aus dem Platz gemacht haben. Fast immer ausgebucht, aber auch immer einen Platz für „Zeltler“, wie der Harry uns nennt frei.

Zum Abendessen gab es übrigens Risotto mit Hühnchen und Pilz. Klingt nach Gourmet – war aber aus der Tüte von Uncle Ben´s – gegessen  mit einem geliehenen Löffel von den Nachbarn, da meiner mit dem Rad eingeschlossen und somit unerreichbar war.

Abendessen auf der Radreise

Mehr? Kriegste: