MSR Zelt und Gravelbike auf der Bikepacking Tour

Mannheim – auf meiner ersten Tour hatte ich genau vor diesem Campingplatz den größten Respekt und wurde so positiv überrascht.

Da ich Chris & Harry versprochen hatte, nochmal vorbeizuschauen, habe ich im Vorfeld mit Komoot eine entsprechende Route erstellt.

Das hat mir ganz schön viel Kopfzerbrechen bereitet. Ich hatte 3 Tage Zeit, wollte jeden Tag im Schnitt um die 80 Kilometer fahren und musste am Sonntag in Binau sein, damit mich meine Frau und Tochter dort auf dem Campingplatz aufgabeln konnten.

Aber auch diese Hürde konnte ich meistern und so war alles für die letzte Bikepacking Tour 2019 vorbereitet.

Wie immer habe ich schon 2 Tage vorher alles fertig gepackt und am Rad befestigt. Diesmal ging es mit der neuen Arschraktet von Ortlieb und den beiden Packsäcken, jeweils mit Schlafsack und Isomatte befüllt los.

Ein wenig anders als die letzten Male war es diesmal aber schon – die ganz so große Vorfreude wollte einfach diesmal nicht aufkommen. Da wirkte wohl der letzte Tripp auf und über die Schwäbische Alb nach.

Wie geplant ging es um 8:00 Uhr los und der Herbst hatte schon seine Vorboten gesendet. Es war frisch jedoch mit der Aussicht auf ein, laut Wetterbericht, sonniges Wochenende.

Zuerst ging es auf mir bekannten Wegen nach Nagold und von dort entlang an der Nagold entlang bis nach Pforzheim. In Bad Liebenzell fiel mir dann auf, dass ich mein Schloss vergessen habe. Aber auch das war kein Problem: Der Radladen direkt am Bahnhof ist gut ausgestattet und ein Schloss war schnell gekauft.

Bis Pforzheim lief es super. Wie es auf Flussradwegen meist so ist, war die Strecke sehr eben und man kommt gut voran. Durch Pforzheim selbst war es dann ein Kampf: Keine vernünftigen Radwege und Steigungen, die schon ohne Gepäck nur mäßigen Spaß bereiten. 

Nachdem ich die Stadt hinter mir hatte radelte ich durch Wiesen und Wälder meinem Ziel Ubstadt-Weiher entgegen. Dummerweise ging es dabei ständig Hoch und Runter, was die eine oder andere Pause mehr als geplant nötig machte.

Kurz vor dem Campingplatz habe ich dann einen Netto entdeckt: Cappuccino, Äpfel und eine Cola eingekauft und die letzten 5 Kilometer in Angriff genommen.

Auf dem Campingplatz wurde ich sehr freundlich empfangen und die nötigen Formalitäten waren schnell erledigt. Bevor ich auch nur einen Handstreich unternahm um etwas aufzubauen habe ich mir einen schönen Kaffee gekocht und diesen genossen – toll zu wissen, dass man seine ÜBernachtungssachen in 15 Minuten bereit hat.

Der Campingplatz liegt schön, direkt am See, mit vielen (netten) Dauercampern und einem kleinen Kiosk. Die Sanitäranlagen waren sehr sauber und ich habe mich wohlgefühlt. Da konnte auch mein „Nachbar“, der einfach nicht verstehen wollte, dass ich keinen Alkohol trinke und somit das Bierchen mit ihm ausfällt, nichts daran ändern.

Bereites Gravelbike für die Radreise
Abendhimmel beim Bikepacking
Schöner Blick auf den See am Ende des Radreise Tages

Mehr? Kriegste: