Um 5:40 Uhr war die Nacht vorbei und ich wurde von der Sonne geweckt. Wie immer nach dem Aufwachen: Kaffee kochen und eine Zigarette drehen. Zu meinem erstaunen war schon einigermaßen Betreib auf dem Platz. Am Abend kam noch eine Gruppe an, die hier ein Seminar hatte und wurde auf die Wagen verteilt. Nach dem waschen wurde zusammengepackt und da es auch heute wieder heiß werden sollte ging es um 7:00 Uhr los.

Der Anfang der Tour war so garnicht nach meinem Geschmack – es ging gleich wieder den Berg hoch. Den inzwischen stillgelegte Truppenübungsplatz in Münsigen galt es zu durchfahren. Ganz schön viel Fläche und einige Kilometer später wurde es dann endlich flacher und meine Moral stieg an. Belohnt wurde ich mit herrlicher Aussicht auf die typische Landschaft der Schwäbischen Alb.

Radreise durch den Truppenübungsplatz Münsingen
Nebel oder Staub auf der Bikepacking Tour?

In Wiesensteig galt es einen steilen Schotterweg nach unter zu bezwingen. Das Schild mit der Aufschrift „Durchfahrt für Räder verboten“ habe ich ignoriert – ich fahre Fahrrad und kein Rad! Ein weiteres Schild mit der Aufschrift „Lebensgefahr wegen Steinschlag“ ließ mich kurz grübeln, aber die Aussicht, den Schotterweg wieder nach oben zu treten war ein überzeugendes Argument, den Weg weiter zu verfolgen. Augen zu und durch und es ist auch nichts passiert.

18 Kilometer vor dem Zahl habe ich Nici eine Nachricht gesendet, dass ich ca. 12 Uhr da wäre. Problem an der Sache: Nici hat Schule und ist frühestens 14:30 Uhr da. 
Auch dieses Problem war lösbar dachte ich, es wird schon eine Möglichkeit zum Kaffeetrinken kommen. In Göppingen wurde mein Wunsch dann auch erfüllt – großer Milchkaffe auf der gemütlichen Terrasse genossen.

Die letzten 8 Kilometer hatten es in sich. Steigungen zwischen 7% – 16%. Mit den Höhenmetern vom Vortag + Gepäck sind jetzt nicht gerade das, was man sich auf den letzten Kilometern des Tages wünscht. Aber es half ja nichts! Langsam aber sicher wurden die Steigungen überwunden und das heute Ziel kam näher.

Felsformation auf der Radreise in Wiesensteig
Steiler Anstieg vor Spraitbach auf der Radreise

Irgendwann war ich dann in Spraitbach. Da ich noch immer einiges an Wartezeit über hatte, setzte ich mich beim Bäcker des örtlichen Netto Marktes und habe mir eine Cola gegönnt. Anschließend die letzten paar Meter zur Nici geradelt, dort auf die Terasse gesetzt und nach kurzer Wartezeit war sie dann auch da. Uli kam mit Moritz kurze Zeit später und die Kids haben den ganzen Nachmittag über toll gespielt, während wir Kaffee getrunken und geredet haben. Der Pool war leider gekippt – keine Erfrischung heute.

Für die Nacht sind starke Gewitter vorhergesagt. Gemeinsam haben wir die Zelte aufgebaut, da es sich die Kids natürlich nicht nehmen lassen wollen im Garten zu zelten. Das hat super geklappt und mit den Gewitteraussichten haben wir auch den einen oder anderen Hering mehr eingeschlagen. Mal schauen, was die Nacht so bringt.

Overnighter auf Privatgelände beim Bikepacking

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