Guter und erholsamer Schlaf hat mich diese Nacht beglückt. Gegen 7:00 Uhr bin ich aufgewacht. Auch in den Zelten um mich herum waren bereits Geräusche zu hören und so wurde der Tag, wie immer mit einem Kaffee und einer selbstgedrehten Zigarette gestartet.

Heute allerdings nicht vom Zelt aus, sondern vom Kiesstrand direkt am Rhein. Ganz schön was los dort und die Binnenschiffe sind auch um einiges größer, als man es vom Neckar kennt.

Nach einiger Zeit habe ich dann mit dem Abbau begonnen, was diesmal ein wenig schwierig war, da Harry mein Fahrrad für die Nacht freundlicherweise eingeschlossen hatte. Das war nun eher zum Nachteil, da meine Taschen für mich nicht erreichbar waren.

Punkt 8:00 wurde meine Radgarage für mich aufgeschlossen. Um mich vom Packstress erstmal zu erholen einen Kaffee auf den Campingplatz getrunken und während Chris und Harry die Abreisenden beglückten habe ich mein Fahrrad reisefertig gemacht.

Bepacktes Gravelbike für die Radreise entlang am Rhein

Geplante Abfahrt: 10:00 Uhr – tatsächliche Abfahrt 10:40 Uhr – und alles andere hätte mich auch überrascht. Und so ging es auf die letzte Etappe nach Binau am Neckar, wo meine Frau und Tochter mich erwarteten.

Die Strecke durch Mannheim war diesmal viel angenehmer als an Ostern und so war der Neckar schnell erreicht. Nun ging es nur noch am Neckar entlang. In Ladenburg war ein Fest, was das Durchkommen schwierig machte – ich habe es mal als Vorbereitung für das noch kommende Heidelberg genommen.

Heidelberg ging dann besser als gedacht, war aber trotzdem anstrengend – einfach zu viele Radler, wenn man einigermaßen zügig und beladen durchkommen möchte. Aber auch das ging vorbei und kaum war das Ortsschild passiert waren die Radwege fast leer.

Ich habe das genutzt und bin viel Strecke auf den Aerobars gefahren. Meine Handgelenke haben es mir gedankt.

Um 14:30 Uhr war der Campingplatz in Binau am Neckar erreicht. Um die Zeitverzögerung vom Morgen auszugleichen entschied ich mich, nicht direkt am Neckar sondern direkt an der Bundesstraße entlang nach Binau zu fahren. Dort gibt es durchgängig einen breiten Streifen neben der Fahrbahn und man ist sicher unterwegs.

Die letzten 10 Kilometer waren eine Quälerei. Low Carb und solche Strecken beißen sich einfach. Eine Tankstelle kam auch nicht, damit ich mit dem guten alten Cola Trick nochmal ein wenig Energie in die Beine bekommen hätte.

Es war wieder eine schöne Tour.
275 Kilometer gesamt geprägt von Höhenmetern am ersten Tag und Gegenwind an den anderen beiden Tagen – aber eben auch wieder tolle Erfahrungen und Begegnungen.

Mehr? Kriegste: