Noch in unserem Campingurlaub mit dem Wohnwagen in Italien habe ich mir eine Hängematte mit Moskitonetz und ein Tarp bestellt. Nach einem ersten Test im Garten sollte heute kurzentschlossen der erste Test in „freier“ Wildbahn folgen.

Da ich bei Dingen, die ich das erste Mal versuche gerne in der Nähe meines eigenen Betts bleibe, war eine passende Stelle schnell gefunden und so führte mich, nachdem alles aufs Rad gepackt war, mein Weg über meine übliche Abendrunde an ein kleines Waldstück. Vor Ort habe ich mir 2 passende Bäume gesucht, die Hängematte gespannt und alles für die Nacht vorbereitet.

So langsam aber sicher wurde es dann auch dunkel. In der Hängematte liegend wurde der Sonnenuntergang genossen. Recht schnell war es dann auch dunkel und ich habe mich ganz wohl gefühlt. Es war bequem, der Sommerschlafsack noch locker warm genug und auch sonst alles super.

Gegen 22:00 Uhr ging es dann so richtig los. Überall waren Geräusche, die ich nicht kannte. Fernab von Straßen und Ortschaften hört man dann einfach deutlich mehr Dinge, als man sich das vorher so vorgestellt hat. Bei jedem Geräusch hab ich mich aufgesetzt und geschaut, was da um mich herum so passiert – natürlich habe ich nichts gesehen, da es stockdunkel war.

Gegen 22:30 Uhr habe ich dann für mich gemerkt, dass das nichts wird. Ein wenig Angst, viel Respekt, aber vor allem die Erkenntnis, dass ich die ganze Nacht über kein Auge zumachen werde, haben mich dazu bewogen abzubauen. Der Abbau war schnell erledigt, alles aufs Rad gepackt und ab nach Hause gefahren.

Ich denke, ich werde der Sache übernachten im Wald noch eine Chance geben. Die Idee ist, eine weitere Person dabei zu haben – geteiltes Leid und so!